Der Segen des Herrn allein macht reich

Gottesdienst mit Segensspendung zur Rubinhochzeit von Ina und Priester Burghard Schulz aus der Gemeinde Nauen

Und wie angekündigt folgt ein weiterer Festgottesdienst in diesem Monat. Heute ist der 19. Juli 2026 und die Geschwister Ina und Burghard Schulz aus der Gemeinde Nauen erwarten mit den versammelten Gemeinden Falkensee und Nauen den Segen zu ihrem 40. Hochzeitsjubiläum. „Jesus erfülle meine Herze mit Freude“ kleidet der Chor die Erwartung in Worte.

Bezirksevangelist Roland Radtke leitet diesen Gottesdienst, der unter dem Bibelwort „Unser tägliches Brot gib uns heute“ (Matthäus 6, 11) steht. Jesus selbst hat seine Jünger in dem Gebet „Unser Vater“ gelehrt, diese Bitte vor seinen Vater im Himmel zu bringen. Man kommt in diesem Zusammenhang nicht daran vorbei, an die Geschichte des Volkes Israel mit der Wüstenwanderung zu erinnern, führt der Bezirksevangelist aus, die berichtet, dass Gott für die Menschen sorgte, indem er Manna vom Himmel fallen ließ. Jeden Tag.
Schon bei der Vertreibung der ersten Menschen aus dem Paradies wurde Gottes Fürsorge für das tägliche Leben sichtbar. Zwar hieß es: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“, doch gab Gott den Menschen alle Voraussetzungen dafür; die fruchtbare Erde, die Kraft und den Verstand für ein selbständiges Leben.

In der Bitte um das tägliche Brot kommt auch das Vertrauen des Menschen auf Gottes Hilfe zum Ausdruck. Es entbindet nicht von eigenem Tun und Handeln, von Planen und Lebensvorsorge, doch soll die Bitte die Sorge auf das Notwendige dämpfen. "Es geht dabei nicht um Übermaß und möglichst großem Reichtum, denn Gott weiß was wir bedürfen", setzt der Dienstleiter seine Predigt fort.

Die Bitte um das tägliche Brot hat auch eine geistliche Ebene, denn „der Mensch lebt nicht vom Brot allein,“, zitiert Bezirksevangelist Radtke die Worte Jesu, als dieser in der Wüste von Satan versucht wird, „sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (vgl. Matthäus 4,4). Das Wort Gottes wird uns im Gottesdienst durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes gegeben und stärkt unseren Glauben. Jesus habe sich selbst als das Brot des Lebens bezeichnet und das Heilige Abendmahl gestiftet. Wir dürfen es in der Gemeinschaft in jedem Gottesdienst genießen und unsere Seele stärken. Das Wort Gottes führt uns in die Erkenntnis, wer der Geber aller guten Gaben ist. Er befähigt uns, auch die Not des Anderen wahrzunehmen und helfend tätig zu werden.

Mit dem Lied „Ich bin ja geborgen in Jesu“ unterstreicht der Chor die Predigt des Dienstleitenden.

In seinem Predigtbeitrag würdigt Priester Martin Schulze das Rubinhochzeitspaar, indem er ihre Vorbildwirkung für ihn selbst, aber auch für die Familie und die Gemeinde anspricht, in dem sie Verantwortung für das Natürliche und für den Glauben wahrgenommen haben.

Priester Toralf Lehmann zitiert ein Tischgebet, das ihn die Großeltern als Kind gelehrt haben: „Alle guten Gaben, die wir haben, kommen von Gott allein.“ Eine Erkenntnis, die durchs Leben leitet. Gott gibt (das Manna), aber wir müssen auch selbst tätig werden (es aufsammeln).

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles bittet Bezirksevangelist Roland Radtke das Jubelpaar an den Altar zu treten. Der Chor begleitet sie mit dem Lied CB 328 „Gottes Lieb und Gottes Gnad hat herrlich dich geführet“. Für den heutigen Anlass gibt der er dem Paar einen Vers aus Sprüche 10, 22 für die Zukunft mit auf den Weg: „Der Segen des HERRN allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu.“ In seiner Ansprache beschreibt er das Jubelpaar als ein mit Reichtum gesegnetes. Neun Enkelkinder dürfen sie zu ihrer Familie zählen. "Ihr habt euch entschieden, immer das zu tun, was wichtig ist; Seelsorge zu betreiben, den Glauben in die eigenen Kinder und die Kinder der Gemeinde zu legen; ungeachtet dessen, was euch im Leben beschwert und hart angegangen ist. Sei es Verlust der Arbeitsfähigkeit oder anderer Sorgen. Wenn die Entscheidung anstand, sich für den Herrn einzubringen und der Gedanke kam: “Muss das jetzt auch noch sein?“, war die Antwort: „Ja, das muss jetzt auch noch sein.“ Ihr habt Gott in vielem erlebt, auch Wunder Gottes haben euch in eurer Haltung bestätigt." Im Anschluss spendet der Bezirksevangelist dem Paar den Segen des dreieinigen Gottes zu ihrer Rubinhochzeit.

Viele Glück- und Segenswünsche darf das Paar im Anschluss an den Gottesdienst entgegennehmen, die sie mit Freude und Dank erfüllt haben dürften und sie das fühlen lassen konnte, was ein Instrumentalduo am Beginn des Gottesdienstes spielte: „Mit dir o Herr verbunden fühl ich mich nie allein“ (GB 189). Ein Lieblingslied der beiden, wie man im Nachhinein erfahren konnte...